Midjourney AI, Dall-E 2, Stable Diffusion… AI ist in aller Munde und wird 2023 durchstarten.

Die Kamerahersteller bewerben gerade noch Ihre großartigen AI Fokussierungen etc… da entsteht im Hintergrund und fast unbemerkt ein völlig neuer Hype. Nämlich das Fotografieren ohne Kamera, ausschließlich über eine künstliche Intelligenz.

schon lange ist mir die fehlende Innovation der etablierten Kamerahersteller ein Dorn im Auge. Wie nachlässig es ist auf Lidardaten, HDR oder in Kamerastacking zu verzichten wird deutlich, wenn man gegen intelligente 3D Programme antritt. Ohne Tiefenschäfteabbild keine nachträgliche Lichtsetzung, Tiefenschärfe oder Stiländerungen.

Die KI / AI greift hier auf breiter Front an und wandelt Millionen an 2D Bilder in 3D Daten um und kann diese beliebig kombinieren, Licht setzen und in beliebigen Stilen rendern. Und das in nur einer Minute. Der Angriff auf die Bearbeitung von 2D Bilder läuft bereits und sieht schon sehr gut aus.

Aktuell sind die Rechenleistungen noch gedrosselt und daher die Aufösungen noch limitiert,  aber das kann sich natürlich auch sehr schnell ändern, sobald jemand bereit ist für die Rechenleistung auch zu bezahlen.

Nach Dall-E 2, das mehr oder weniger zu Google gehört, bin ich auf Midjourney AI gestoßen. Die Einrichtung über einen Discord Server ist denkbar einfach und wird in zahlreichen Videos erklärt.

Danach gehts an die eigentliche Bilderstellung, die Anwenderseitig ausschließlich über den sogenannten Seed erfolgt. Das ist eine genaue Beschreibung des Wunschbildes mit zusätzlichen Parametern wie Größe und Seitenverhältnis.

Mit dem richtigen Seed komplizierte Dinge einfach umgesetzt

albert einstein explains the theory of relativity to a 5 year old boy, Anselm Adams, black and white, real photography, intricate details, volumetric light, unreal engine 5, –v 4 –ar 3:2

Der Seed beschreibt was man haben will, wie es bearbeitet werden soll und mit welchen digitalen render Methoden es verarbeitet werden soll. Also ähnlich wie der Fotograf, so kann auch hier der Ideengeber Bilder erschaffen. Dieser Seed wird dann von Midjourney verarbeitet und man bekommt 4 verschiedene Vorschläge.

Man kann sich dann für eines oder mehr der Bilder entscheiden und dieses mittels der Tasten U1 – U4 upscalen, also größer machen. Die Größe ist aktuell 1024×1024, was man aber durch andere Formate etwas vergrößeren kann. Daher sind –ar 3:2 oder –ar 2:3 beliebte Parameter, die man seinem Seed einfach anhängen kann.

Ist man mit einem der Bilder nur so ungefähr zufrieden, dann kann man mit V1-V4 eins der Bilder in verschiedenen Varianten ausgeben lassen. Es existiert aber auch ein Button der 4 neue Bilder erzeugt. in der aktuellen Version 4 kommt es noch recht häufig zu Fehlern in der Fingeranzahl oder auch mal anderswo, daher sind die Ergebnisse gut zu prüfen und notfalls muss halt noch der Photoshop ran. Hat man sein Wunschmotiv gefunden, so fallen einem schnell neue Ideen ein, wie ein Klassenzimmer in dem 8-jährige an eine Kernfusion testen.

Nach dem Speichern bekommt Jedes Bild den Namen des Schöpfern, den Anfang des Seeds und auch eine Seednummer. Qualitativ reichen die Bilder für Social Media. Will man diese aber drucken, so sollten sie hochskaliert werden. Da gibt es viele Tipps und bezahlte Dienstleister im Internet. Übrigens auch 2 Upscaling Methoden (Light Upscaling Redo und Beta Upscaling Redo) die aber beide keine zufrieden stellenden Ergebnisse liefern.

Topaz Gigapixel AI oder Topaz Photo AI sind mein Mittel der Wahl, wobei ich mittlerweile fast ausschließlich ist Topaz Photo AI auf x4 oder Max hochskalliere. Damit sind die Bilder dann groß genug, damit sie überall verwendet werden können.

Einsatz in der Fotografie oder Ersatz für Fotografie

AI wird Fotografie nicht ersetzten, aber es bietet für viele junge Künstler die früher zur Kamera gegriffen hätten die einfache und kostengünstige Möglichkeit eigene Kunstwerke mit einem sofortigen Erfolgserlebnis zu erschaffen. Ich gehe daher davon aus, dass die eh schon sinkende Anzahl an Fotografen damit noch weiter zurückgeht.

Betrachtet man die KI aus gewerblicher Sicht, so ist schnell klar, dass diese auch im perfekten Ausbauzustand einen Hochzeits-, Familien-, Produkt-, Architektur… -Fotografen nicht ersetzen wird. Das persönliche Produkt oder auch das Event kann sicher noch lange nicht abgebildet werden.

Anders sieht es bei Portraits aus, hier kann durchaus auch mit eigenen Bilddaten aus dem Handy ein schnelles Ergebnis erreicht werden. Gerade Portraits sind schon jetzt hervorragend umgesetzt und so kommen für die ganzen Instafreunde ganz neue Möglichkeiten auf.

 

demnächst gehts weiter… ich arbeite auch erst seit 1. Januar 2023 damit.